IGZ-Lexikon
Begriffe aus Logistik und Produktion mit SAP

A

ABC-Artikel

Die Artikel-Klassifizierung innerhalb eines Sortiments nach ABC folgt definierten Kriterien. Von primärer Relevanz ist die Absatzmenge. Daraus folgern die Häufigkeit der Zugriffe – automatisiert oder manuell. A-Artikel beziehungsweise Schnelldreher sind mit hohen Absatzzahlen verbunden, C-Artikel hingegen werden wesentlich geringer nachgefragt. Eine ABC-konforme Verteilung der Waren auf geeignete Lagerplätze übernimmt in der Regel das Lagerverwaltungssystem (LVS) / Warehouse Management System (WMS).


Automation

Automatisierung ist eine zentrale Voraussetzung für „Industrie 4.0“ oder auch „Logistik 4.0“. In diesem Kontext entscheidet integrierte Intelligenz über die Leistungsfähigkeit einer Logistikanlage und/oder ganzer Systeme. Im Fokus hierbei steht die Steuerungstechnik. Dann erst das synchronisierte Zusammenspiel aller eingebunden Komponenten führt zur gewünschten Performance. Realisieren lässt sich dies durch das Modul SAP MFS (SAP Material Flow System) in SAP EWM (SAP Extended Warehouse Management). Es kommuniziert direkt mit der SPS und koordiniert so sämtliche Abläufe.


Automatisches Kleinteilelager (AKL)

Hierbei handelt es sich um automatisierte Lagerregale für Kleinteilbehälter (Behälterboxen, Kisten oder Kartons). Im Gegensatz zu einem Hochregallager (HRL) ist das AKL immer automatisiert. In der Regel besteht das AKL aus den folgenden Bestandteilen: Regalsysteme mit einer oder mehreren Gassen, Regalbediengeräten (RBGs) pro Gasse, Kleinteilbehälter oder Tablare sowie Fördertechnik und Kommissionierarbeitsplätzen.

B

Best Practices

„Best Practice“ bezeichnet – vereinfacht ausgedrückt – als mustergültig anerkannte Methoden, Praktiken und Prinzipen eines Unternehmens. Diese finden in erfolgreich umgesetzten Projekten und/oder Verfahren ihren Ausdruck, die dem Kunden nachhaltige Optimierungen verschaffen und mit Kosten- und Wettbewerbsvorteilen verbunden sind. So besteht zum Beispiel die Möglichkeit, Anpassungen oder Erweiterungen an SAP-Produkten vorzunehmen, die durch den Customizing-Standard nicht abgedeckt sind.

C

Chargen

Waren, die trotz eindeutiger Herstellungsanweisung beziehungsweise Rezeptur Abweichungen aufweisen, benötigen eine zusätzliche Kennung hinsichtlich der Charge (Fertigungslos). Betroffen aufgrund verwendeter Rohstoffe sind zum Beispiel Farben, Wollartikel oder auch Lebensmittel. Über die Chargenkennzeichnung ist somit eine eindeutige Rückverfolgbarkeit auch auf Produktionsebene sichergestellt, die vor allem immer dann von Bedeutung ist, wenn Produkthaftung eintritt. 

D

Distributionslogistik

Distributionslogistik ist eine übergeordnete Bezeichnung für ein zielgerecht gebündeltes Maßnahmenpaket zur systematischen Steuerung von Materialflüssen. Eingeschlossen sind sämtliche Abläufe beim Umschlag und Transport von Waren – ggf. von der Produktion bis zum Endkunden/Verbraucher. Optimal ausgestaltet gelangen angeforderte Produkte schnellstmöglich ans Ziel. Parallel lassen sich Lager- und Transportkosten minimieren.

E

Einlagerung

Eine Einlagerung umfasst alle operativen Maßnahmen sowie erfassungstechnischen Vorgänge von der Ankunft einer angelieferten Ladeeinheit, über die Vereinnahmung und den Weitertransport hinaus bis zur Übergabe auf einen zugewiesenen Lagerplatz in einem Lager- und Distributionszentrum.


Enterprise-Resource-Planning (ERP)

Bei einem ERP handelt es sich um eine Unternehmensoftware zur rechtzeitigen und bedarfsgerechten Planung und Steuerung für sämtliche betriebswirschaftlichen Prozesse (Warenwirtschaft). Die Kernfunktion eines ERPs beschränkt sich speziell in Logistik und Produktion vor allem auf die Materialbedarfsplanung, welche sicherstellt, dass die richtige Ware, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, in der richtigen Menge, in der richtigen Qualität und zu den richtigen Kosten zur Verfügung steht.

F

Fahrerloses Transportsystem (FTS)

Fahrerlose Transportsysteme sind flurgebundene, eigenmotorisierte Fördermittel, welche automatisch gesteuert werden und entweder über eine passive oder aktive Lastaufnahme verfügen. Primäre Aufgabe eines FTS ist der innerbetriebliche Transport von Bedarfsmaterial. Die wesentlichen Komponenten eines FTS sind neben dem fahrerlosen Fördermittel die Leitsteuerung, eine Einrichtung zur Standortbestimmung, Lagererfassung und Datenübertragung sowie die Infrastruktur und periphere Einrichtungen wie Ladestationen etc.


Fast Mover

„Fast Mover“ ist die englische Bezeichnung für Schnelldreher gemäß ABC-Klassifizierung. Diese A-Produkte weisen eine besonders hohe Umschlaghäufigkeit auf und verweilen aufgrund dessen eine nur vergleichsweise kurze Zeit im Lager. Für Schnelldreher – häufig auch „Fast Moving Consumer Good“ genannt – werden in der Regel separate Lagerbereiche eingerichtet, über die kurze Auftragsdurchlaufzeiten sichergestellt sind. Im Vergleich zu Langsamdrehern fällt die Kapitalbindung deutlich geringer aus. 

G

Gefahrgut

Die Definition von „Gefahrgut“ ist in der Gefahrgutverordnung (GGVSEB) für die Verkehrsträger Straße, Schiene, Wasser und Luft festgeschrieben. Inkludiert ist in diesem Kontext auch das innerbetriebliche Handling. Demnach handelt es sich bei Gefahrgut um Stoffe mit substanziellen Eigenschaften, die eine Gefahr für den Menschen und/oder die Umwelt darstellen können. Innerhalb der EU sind Verpflichtungen beim Gefahrguttransport über „Accord européen relatif au transport international des marchandises Dangereuses par Route“ (ADR) geregelt.

H

Handheld

Bei einem Handheld handelt es sich um ein elektronisches Gerät, dass von Mitarbeitern für die mobile Datenerfassung (MDE) genutzt wird. Diese sind in der Regel kompakt und robust ausgeführt, um im mitunter rauen Industrie- und Logistikalltag funktionssicher ihren Dienst verrichten zu können. Zur Wahl stehen in erster Linie Barcodescanner, mobile Industrie-Computer (IPC), Tablets und Smartphones. Verstärkt kommen aber auch sog. „Wearables“ zum Einsatz.


Hochregallager (HRL)

Ab einer Höhe von ca. 12 Metern spricht man bei einem Lagersystem von einem Hochregallager. Dabei reichen die Kapazitäten von wenigen tausend bis hin zu mehreren hundertausend Palettenstellplätzen. Im Gegensatz zu einem AKL sind HRL nicht automatisiert. Bewirtschaftet werden diese Lagersysteme in der Regel vollelektronisch mit einem Lagerverwaltungssystem wie etwa dem Material Flow System (SAP MFS) von SAP. SAP MFS ist eine integrierte Funktionskomponente von SAP Extended Warehouse Management (SAP EWM). Durch den Einsatz von SAP MFS ergibt sich eine zweistufige Systemarchitektur mit maximaler SAP Integration und einfachen Schnittstellen. Externe Middleware und Subsysteme, wie Lagersteuerrechner oder Materialflussrechner (MFR) entfallen vollständig.

I

IGZ Customer Service (ICS)

Maximale Verfügbarkeit von Anlagentechnik und SAP-Applikationen ist das A & O in den Bereichen Warehousing, Transportation, Automation und Manufacturing. Diese lässt sich durch die Implementierung eines Customer Service gemäß ITIL (IT Infrastructure Library) sicherstellen. Im Idealfall stehen eine Servicedatenbank mit Ereignis- und Lösungsdokumentation sowie eine Remote SAP Online-Anlagenvisualisierung zur Verfügung, die von engagierten und systemkundigen Service-Mitarbeitern herangezogen werden können, um etwaige Probleme möglichst ad hoc zu beseitigen.


ITSmobile

SAP Werkzeug und Laufzeitumgebung für graphische Datenfunkdialoge

J

Just-in-time-Produktion (JIT-Produktion)

In der Produktionswirtschaft bezeichnet man dezentrale Organisations- und Steuerungskonzepte, bei welchen Bestände tatsächlich zum Zeitpunkt des Bedarfes zur Verfügung stehen, von Just-in-time-Produktion oder auch bedarfssynchrone Produktion. Das Ziel der JIT-Produktion ist es, das Lagerrisiko, die Durchlaufzeiten sowie die Kapitalbindung zu minimieren. Das Ergebnis ist ein "verschlankter" Gesamtprozess und damit eine Kostenersparnis für Produktion und Logistik. Dieses Prinzip setzt einen exakt abgestimmten Materialfluss eine hohe Qualität und Zuverlässigkeit entlang der gesamten Lieferkette (Supply Chain) voraus.

K

KEP-Integration

Die Anbindung von Kurier-, Express- und Paketdienstleistern


Kommissionieren

Beim Kommissionieren (engl. = picking) handelt es sich um einen Prozess, in dessen Verlauf Einzelpositionen zu einem Auftrag gebündelt werden. Konkret beschreibt es die VDI-Richtlinie 3590. Demnach verfolgt die Kommissionierung das Ziel, „aus einer Gesamtmenge von Gütern (Sortiment) Teilmengen aufgrund von Anforderungen (Aufträge) zusammenzustellen.“ Auch die Entnahme von kompletten, artikelreinen Lagereinheiten, wie etwa Paletten und Behälter, wird als Kommissionierung bezeichnet.


Kosignationslager

Kennzeichnend für ein Kosignationslager ist, dass es vom ausgewählten Lieferanten oder von einem diesem verbundenen Logistikdienstleister direkt beim Kunden beziehungsweise Hersteller/Händler vor Ort betrieben wird. Das Prinzip des „Konsignationslager“ dient in erster Linie dazu, eine Just-in-Time oder Just-in-Sequence-Versorgung sicherzustellen. Während der Bevorratung verbleibt die Ware im Eigentum des Kooperationspartners/Lieferanten – siehe auch: Vendor managed inventory.

L

Losgröße

Der Begriff „Losgröße“ bezeichnet die Anzahl einer Produktvariante, die praktisch in einem Stück, ohne jegliche Unterbrechung oder weitere Beeinflussung zu fertigen ist. Im Fokus von „Industrie 4.0“ steht Losgröße 1. Mithilfe der Digitalisierung soll es zukünftig möglich sein, Sonderanfertigungen beziehungsweise einzelne Individualprodukte schnell und zu Preisen, die ansonsten nur die Serienfertigung zulässt, herzustellen.


LVS

Lagerverwaltungssystem

M

Manufacturing

Um „Industrie 4.0“ im Produktionsumfeld gerecht zu werden, braucht es offene Systeme mit serviceorientierten, dezentralen Strukturen sowie standardisierte Tools für die Maschinenanbindung. Eine hohe SAP-Integration schafft exakt die Voraussetzungen dafür. Diese lässt sich durch die systematische Nutzung von MES-Funktionalitäten erreichen – etwa via SAP ME (SAP Manufacturing Execution) für die diskrete Fertigung oder SAP MII (SAP Manufacturing Integration and Intelligence) für die Prozessindustrie. Stabilität und Transparenz sowie gesteigerte Effizienz in den Produktionsprozessen sind die Folge.



MFR

Materialfluss-Rechner


MRP

Bei MRP handelt es sich um die Abkürzung von „Manufacturing Resource Planning”. Der MRP II-Ansatz verfolgt eine gleichermaßen ressourcenbasierte sowie marktorientierte Produktionsplanung und -steuerung unter Zuhilfenahme von PPS-Systemen. MRP II ist eine Weiterentwicklung von Material Requirements Planning (MRP I), wo der entsprechende Materialbedarf auf Basis eines definierten Fertigungsprogramms abgeleitet wird. 

N

NVE

Das Kürzel NVE steht für „Nummer der Versandeinheit“  und ist gleichzusetzen mit SSCC = Serial Shipping Container Code. Über diese, jeweils nur einmalig vergebene und international gültige 18-stellige Nummer lassen sich Ladeeinheiten, wie etwa Container, Paletten und Pakete, lückenlos entlang der gesamten Transportkette vom Versender bis zum Empfänger nach- und rückverfolgen.   

O

Order Picking

Der Begriff „Order Picking“ stammt aus dem Englischen und entspricht dem deutschen Begriff „Auftragskommissionierung“ => Kommissionierung.

P

Pick-by-Light

Kommissioniertechnologie, die mit Hilfe von Lichtsignalen arbeitet


Pick-by-Vision

Kommissioniertechnologie, die mit Hilfe einer Datenbrille arbeitet. Dabei werden für den Kommissioniervorgang notwendige Daten zu den Waren dem Kommissionierer auf eine Datenbrille übermittelt.

Q

Qualitätsmanagement

Das Qualitätsmanagement fokussiert eine strikte Kunden- und Prozessorientierung und zielt auf eine stetige Leistungsverbesserung. Die implementierte Qualitätspolitik beruht auf einer strategischen Entscheidung der Unternehmensführung. Orientierung bietet die Norm beziehungsweise DIN EN ISO 9001, die speziell Zulieferer großer Hersteller durchgängig zu bedienen haben. Darin ist explizit festgehalten, welche Kriterien zu erfüllen sind, um aktuellen Qualitätsstandards zu entsprechen. 

R

RFID

Radio Frequency Identification, berührungsloses Lokalisieren und Identifizieren von Waren.


RGB

Regalbediengerät

S

SAP AII

Auto-ID-Infrastructure


SAP EWM

SAP Extended Warehouse Management (SAP EWM) bietet vielfältige Funktionen für eine gezielte Prozessunterstützung entlang der gesamten Logistikkette und gilt als das leistungsfähigste Lagerverwaltungssystem weltweit. Dank des generischen Ansatzes lassen sich auch komplexe und hoch-performante Abläufe flexibel gestalten und über das integrierte SAP Material Flow System (SAP MFS) steuern. SAP EWM kann wahlweise als dezentrale Anwendung oder als „Embedded EWM“ in SAP S/4HANA genutzt werden. Über zyklische Releases sind sowohl die Weiterentwicklung als auch der Support langfristig sichergestellt.


SAP HANA

SAP HANA ist die Hochleistungsdatenbank der SAP mit In-Memory-Technik


SAP HUM

Handling Unit Management, Strukturen im SAP System zur Abbildung von mehrstufigen Packstückstrukturen


SAP LES

SAP Logistics Execution System (SAP LES) ist Bestandteil von SAP R/3 bzw. der SAP ERP-Suite. Diese Softwarelösung dient der Lagerverwaltung und -steuerung und eignet sich vornehmlich für kleinere und weniger komplexe Logistikorganisationen. Kernkomponenten von SAP LES sind die Lagerverwaltung SAP WM (SAP Warehouse Management) sowie die Materialflusssteuerung SAP TRM (SAP Task and Resource Management). Externe Sub-Systeme sind nicht erforderlich, sodass Schnittstellen und Abhängigkeiten minimiert und Kosten gesenkt werden können.


SAP ME

SAP Manufacturing Execution (SAP ME) steuert und kontrolliert sämtliche Prozesse in der diskreten Fertigung und kommuniziert hierbei mit dem ERP-System. Maschinen und Mitarbeitern werden alle Informationen übermittelt, die sie für die durchzuführenden Arbeiten benötigen. Ist-Daten aus der Produktion lassen sich auch automatisiert mit Soll-Werten abgleichen, sodass Abweichungen ad hoc erkannt werden. Da dem System jedes hergestellte Teil bis ins Detail bekannt ist, entsteht ein aggregierter Datensatz – vergleichbar mit dem digitalen Zwilling.



SAP MFS

SAP Material Flow System (SAP MFS) ist eine im SAP EWM (SAP Extended Warehouse Management) integrierte Komponente für die Materiaflusssteuerung in automatisierten Lager- und Verteilsystemen. Auch hochkomplexe Steuerungsprozesse lassen sich mittels SAP MFS abbilden, ohne dass ein externer Lagersteuerrechner benötigt wird. SAP MFS übermittelt Fahrbefehle an die Anlagen-SPSen und koordiniert kontinuierlich das Zusammenwirken der einzelnen Systemelemente, wie etwa Regalbediengeräte, Shuttles, Fördertechnik, fahrerlose Transportsysteme (FTS), Roboter, Sorter, Sequenzer u.v.m.  


SAP MII

SAP Manufacturing Integration and Intelligence (SAP MII) wurde speziell für die prozessorientierte Fertigung entwickelt und bildet praktisch den Unterbau für die SAP Manufacturing Execution Suite. Als IT-Plattform für die vertikale Integration mit dem SAP-ERP bietet sie Anwendern die Möglichkeit, „intelligente“ Funktionen jederzeit einfach implementieren zu können. Auf Grundlage extrahierter Daten – etwa aus dem Shopfloor – bietet SAP MII vielfältige Möglichkeiten für das Monitoring und kontinuierliche Prozessoptimierungen.


SAP Module

Module im Sinne der SAP SE sind Applikationen innerhalb des SAP ERP (SAP Enterprise Ressource Planning), die auf Basis einer SAP/R3 Standardinstallation eng verzahnt interagieren. Kern-Module sind SAP FI (Finanzwesen) inklusive SAP CO (Kostenrechnung) sowie SAP HCM (Human Capital Management). Hinzu kommt eine Vielzahl an Logistik-Modulen, darunter SAP PP für die Produktionsplanung und -steuerung und SAP EWM (SAP Extended Warehouse Management) samt der integrierten Komponente SAP MFS (SAP Material Flow System). 


SAP OEE

Overall Equipment Effectivity, SAP OEE Gesamtanlageneffektivität


SAP s/4HANA

SAP S/4HANA Enterprise Management ist die neue ERP-Generation der SAP SE. Mithilfe der auf einer In-Memory-Datenbank basierenden Software lassen sich Analysen und Transaktionen in Echtzeit vornehmen. Aufgrund des verringerten Speicherbedarfs lässt sich der Umfang von IT-Architekturen deutlich reduzieren. Kennzeichnend ist ferner eine rollenbasierte und intuitive, an SAP Fiori angepasste Nutzeroberfläche. SAP S/4HANA steht als Cloud- oder als On-Premise-Anwendung zur Verfügung. Vorhandene Lösungen wie SAP EWM und SAP TM werden sukzessive in den Kern von SAP S/4HANA integriert.  


SAP SCE

Supply Chain Execution, SAP SCE stellt einen Überbegriff für alle SAP Module in der ausführenden Logistik dar. Das Gegenstück sind die SAP Module im Bereich Supply Chain Planning


SAP TM

SAP Transportation Management (SAP TM) ist eine Standardsoftware für die Planung und Steuerung sowie das Monitoring und die kontinuierliche Optimierung von Transportprozessen über die gesamte Lieferkette hinweg – vom Inbound bis zum Outbound. Ressourcen können ebenso eingespart werden wie Frachtkosten. Mit dem Release 1809 wurde SAP TM in den Core von SAP S/4HANA eingefügt und durch zahlreiche Funktionalitäten aufgestockt. Anwender des „Embedded TM“ von SAP können zwischen zwei Varianten wählen: Basic Shipping oder Advanced Shipping.


SAP TRM

SAP Task & Resource Management (SAP TRM) ist eine Komponente von SAP LES (SAP Logistics Execution System) und dient der Materialflusssteuerung. Über vollautomatische Kleinteilelager (AKL) und Hochregallager (HRL) hinaus lassen sich unter anderem Staplerflotten in konventionell manuellen Logistikumgebungen anbinden. Wie auch beim SAP MFS in SAP EWM kann auf externe Middleware und Sub-Systeme verzichtet werden. Darüber wird ebenfalls eine maximale SAP-Integration erreicht.


SAP Voice

Kommissionierunterstützung per Sprachausgabe


SAP WM

Warehouse Management


Smart Glasses

Smart Glasses (Datenbrille) finden vermehrt Einsatz in der Intralogistik. Die Technolgie basiert auf dem Pick-by-Vision Prinzip und lässt sich optimal an den jeweiligen Nutzer anpassen. Sie ist intuitiv erlern- und bedienbar, ermöglicht ein freihändiges Arbeiten (hands-free) und wirkt insgesamt produktivitätssteigernd. Erweiterte Einsatzmöglichkeiten im Bereich des Warehousing bieten die Kopplung an SAP Extended Warehouse Management (SAP EWM) in Verbindung mit Smart Glasses dem Warehouse Picker, eine App für Augmented Reality aus dem Bereich SAP Mobile Solutions.



Stückliste

Bei einer Stückliste handelt es sich um eine tabellarische Zusammenstellung der einzelnen Bestandteile eines Produkts/Bauteils. Relevant für die Herstellung sind neben den benötigten Einzelteilen, Werkstoffen und Hilfsmitteln auch die Teilenummer, das Gewicht sowie die benötigte Menge. Eine solche Auflistung dient der Materialdisposition respektive Arbeitsvorbereitung sowie der Qualitätssicherung in der Fertigungsindustrie.

T

Transportation

Vor dem Hintergrund der Globalisierung und immer komplexerer Lieferketten mit verknappten Kapazitäten und vermehrt multimodaler Ausrichtung ist ein systematisch aufgesetztes Transportmanagement heute unverzichtbar. Durch den Einsatz von SAP TM (SAP Transportation Management) treffen nicht nur Waren pünktlich am Zielort ein. Gleichzeitig können stetige Optimierungen gefahren werden. Weiterführende Prozessunterstützung leisten SAP EWM (SAP Extended Warehouse Management), SAP EM (SAP Event Management) und SAP GTT (SAP Global Track and Trace).

U

V

Vendor managed inventory

Im Zuge von Vendor managed inventory (VMI) verantwortet der Lieferant oder ein ausgewählter Logistikdienstleister beziehungsweise Outsourcing-Partner die Bevorratung von Waren beim Kunden vor Ort sowie deren mengen- und termingerechte Bereitstellung. Die gesamte Bestandsführung basiert auf prognostizierten Bedarfen und trägt dazu bei, Bestände im direkten Produktionsumfeld zu minimieren. Gleichzeitig sollen durch einen verbesserten Servicelevel Reaktionszeiten minimiert werden.

W

WA

Warenausgang


Warehousing

Das Warehousing umfasst sämtliche Aktivitäten innerhalb eines Lagers respektive Logistik- und Warenverteilzentrums. Diese können durch einen Verlader in Eigenregie oder durch einen Logistikdienstleister abgewickelt werden. Für ablauf- und kostenoptimierte Prozesse im Rahmen der Lagerverwaltung und -steuerung sorgen die Warehousing-Module SAP EWM (SAP Extended Warehouse Management) und SAP MFS (SAP Material Flow System) sowie SAP LES (SAP Logistics Execution System) und SAP TRM (SAP Task and Resource Management).


WE

Wareneingang

X

Y

Z