HUGO BOSS setzt im neuen Logistikzentrum auf SAP EWM mit SAP AFS

FILDERSTADT, 4. Juli. Der Modekonzern Hugo Boss sichert sich mit einem Logistikzentrum für 100 Millionen Euro die Wachstumschancen der nächsten Jahre – denn durch die Anlage geht alles ganz schnell, und die Modegeschäfte in ganz Europa können innerhalb von höchstens 48 Stunden beliefert werden. Im Extremfall können Socken, die per Lastwagen angeliefert werden, eine Viertelstunde später schon wieder in einem anderen Lastwagen sein, kombiniert mit Hemden und Krawatten, ganz genau passend auf die Wünsche eines bestimmten Geschäfts, schon fertig ausgezeichnet mit Preis und versehen mit Diebstahlschutz.

„Unsere Shops befinden sich in den teuersten Lagen", gibt Claus-Dietrich Lahrs zu bedenken, der Vorstandsvorsitzende der Hugo Boss AG – sprich: der teure Platz dort soll nicht für Lagerflächen verschwendet werden, und das Personal soll sich nicht um die Preisauszeichnung kümmern müssen, sondern den Kunden zur Verfügung stehen. Wichtig sei außerdem, dass immer sofort alles nachgeliefert werde, was abverkauft sei: Wenn ein Kunde zwar einen Anzug findet, aber ein passendes Hemd vergeblich sucht, passt das nicht in das Erfolgsschema von Boss.

„Wenn wir das Logistikzentrum nicht hätten, wären wir schnell an die Grenze unseres Wachstums im eigenen Einzelhandel gestoßen", sagt Boss-Chef Lahrs sogar. Während Boss früher ein reiner Modehersteller war, der zweimal jährlich den Großhandel beliefert hat, verkauft Boss mittlerweile schon mehr als die Hälfte der Waren in eigenen Läden und liefert pro Jahr zwölf Kollektionen. Bis zum Jahr 2015 will Boss den Umsatz auf 3 Milliarden Euro steigern und dann 80 Prozent der Ware in eigenen Shops verkaufen.

Die Lage des Verteilzentrums in Filderstadt – nach Boss-Angaben das modernste in Europa – wird von Boss als optimal bezeichnet: jeweils nur wenige Kilometer vom Stammsitz, vom Stuttgarter Flughafen und von einem Autobahnkreuz entfernt. Die Dimension des Gebäudes beträgt 122 Meter Breite und 279 Meter Länge. In dem Logistikzentrum sind zunächst 250 Mitarbeiter beschäftigt.

Quelle: FAZ

Logistik Hugo Boss
Foto: Hugo Boss

Hugo Boss, internationaler Lifestyle-Konzern und Weltmarktführer im Premium- und Luxussegment, beauftragte IGZ im Herbst 2012 mit der Konzeption und Realisierung von SAP EWM (SAP Extended Warehouse Management) mit Anbindung an SAP AFS (ERP) für das neu errichtete Distributionszentrum in Filderstadt bei Stuttgart, mit einer Grundfläche von 23.400 Quadratmetern. SAP EWM (SAP Extended Warehouse Management) steuert neben den manuellen Lagerbereichen ein mit 400.000 Stellplätzen ausgestattetes Shuttlelager der Knapp AG, welches das weltweit größte seiner Art ist.

Das ausgewählte Shuttlekonzept bietet Hugo Boss die nötige Flexibilität, um auf zukünftige Marktveränderungen und Anforderungen der verschiedenen Absatzkanäle schnell und effizient reagieren zu können. Die Direkteinlagerung von Originalkartons, die sofortige Verfügbarkeit der Artikel nach Wareneingang und die hohe Durchsatzleistung sind weitere Gründe für den Einsatz des Shuttle-Systems. Kommissioniert wird an hochergonomischen Arbeitsplätzen im Ware-zur-Person Verfahren.

Die Feinkonzeption, Implementierung und Inbetriebnahme von SAP EWM (SAP Extended Warehouse Management) für die Lagerlogistikprozesse im neuen Logistikzentrum erfolgte planmässig von Oktober 2012 bis Dezember 2013, d.h. innerhalb von nur 15 Monaten.


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