Wirtschaftliche Transporte durch Digitalisierung
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Deutschland zu teuer, zu langsam, zu unflexibel? Die Podiumsdiskussion der IGZ Innovation Days 2025 zeichnet ein anderes Bild – und das überrascht viele. Der Logistikstandort ist angeschlagen, aber weit entfernt vom K.o. Tatsächlich entsteht hier gerade ein neuer Typ Logistikstandort: automatisiert, digital und wissensgetrieben.
Warum Unternehmen trotz aller Herausforderungen bewusst in Deutschland investieren, lesen Sie in unserem neuen Blogbeitrag.
Der Logistikstandort Deutschland befindet sich im Spannungsfeld zwischen Anspruch und Realität. Unternehmen fordern stabile Lieferketten, hohe Servicelevel und verlässliche Rahmenbedingungen. Gleichzeitig drücken Infrastrukturdefizite, hohe Energiepreise, Fachkräftemangel und geopolitische Risiken auf die Standortqualität.
Diese Ambivalenz war auf den IGZ InnoDays deutlich spürbar. Hersteller, Logistikleiter und SAP als globaler Softwareanbieter beleuchteten unterschiedliche Perspektiven – und dennoch herrschte Einigkeit: Deutschland bleibt ein entscheidender, strategischer Logistikstandort, der sich neu erfinden muss.
Denn im globalen Wettbewerb geht es längst nicht mehr nur um Kosten, sondern auch um Resilienz, Qualität und Zukunftssicherheit.
Wer über den Logistikstandort Deutschland spricht, erkennt schnell die Gegensätze.
Hersteller wie Geberit, Rehau oder die bilstein group betonten offen die Schwächen: hohe Kosten, begrenzte Flächen, überlastete Transportwege, zunehmende Regulierung und wachsende Schwierigkeiten bei der Fachkräftegewinnung. Vor allem die Infrastruktur – das Rückgrat der Logistik – steht an vielen Stellen unter Druck. Ihre Modernisierung bleibt eine nationale Schlüsselaufgabe.
Aus Sicht des Softwareunternehmens SAP kommen weitere Aspekte hinzu:
Der globale Wettbewerb um Talente, der Druck, Innovationszyklen zu verkürzen, und die Notwendigkeit, KI-, Cloud- und Automatisierungswissen weltweit zu verankern.
Doch die Stärken sind ebenso deutlich – und oft unterschätzt: eine zentrale Lage mitten im größten Wirtschaftsraum der Welt, dichte Transportnetze, eine starke industrielle Basis, erfahrene Logistikdienstleister und jahrzehntelang gewachsenes Prozess- und System-Know-how. Für globale Unternehmen spielt zudem das stabile Rechts- und Planungssystem eine gewichtige Rolle.
Was auf den ersten Blick paradox wirkt, zeigt sich auf den zweiten: Standortentscheidungen sind heute weniger eine Kostenfrage als eine Frage der Gesamtperformance.
Die Motive unterscheiden sich je nach Branche – und waren auf der Podiumsdiskussion klar erkennbar.
Für Produktionsunternehmen überwiegen drei Faktoren:
Viele Unternehmen formulierten es offen: Die Vorteile der Lage schlagen die Herausforderungen – deutlich.
SAP blickt dagegen aus einer globalen, wissensorientierten Perspektive:
Standorte entstehen dort, wo Talent verfügbar ist – nicht dort, wo Kosten minimal sind.
Ein prägnanter Satz aus der Runde fasst es zusammen: „Wir sind dort, wo das Wissen ist – nicht dort, wo es am billigsten ist.“
Deutschland ist für SAP kein Produktions-, sondern ein Kompetenzstandort – und dieses Wissen ist weltweit gefragt.
Ein weiteres zentrales Learning der InnoDays: Globalisierung lässt sich nicht aufhalten.
Standortentscheidungen werden differenzierter, nicht binärer. Deutschland erhält seine Rolle dort, wo Qualität, Know-how und Reichweite entscheidend sind.
In einem Punkt herrschte völlige Einigkeit – über alle Branchen hinweg: Automatisierung ist die Voraussetzung dafür, dass Logistik in Deutschland funktioniert.
Hersteller berichteten sehr konkret:
Oder wie die bilstein group es formulierte: „Ohne Automatisierung hätten wir unser neues Logistikzentrum in Deutschland nie realisieren können.“
Für SAP ist Automatisierung Teil einer globalen digitalen Transformation. KI, SAP TM, SAP EWM, S/4HANA und SAP Digital Manufacturing schaffen standardisierte, skalierbare und transparente Prozesse, die weltweit funktionieren und Arbeitsmarktengpässen standhalten.
Damit wird Automatisierung zu einer Basistechnologie für jeden Standort, und nicht zu einer Nice-to-have-Lösung.
Ein zentrales Statement aus der Diskussion lautete: „Globalisierung wird sich nicht zurückdrehen lassen – und sie ist nicht aufzuhalten.“ Damit wird klar: Der Standort Deutschland muss sich anpassen, nicht isolieren.
Die Zukunft hängt vor allem von drei Faktoren ab:
Deutschland wird kein Billigstandort. Aber es kann der Hochleistungs-Logistikstandort Europas werden – wenn die Weichen heute gestellt werden.
Die IGZ InnoDays haben gezeigt: Technologie ist nicht nur Werkzeug, sondern auch Hebel für einen resilienten, effizienten und zukunftsfähigen Logistikstandort Deutschland.
IGZ unterstützt ihre Kunden dabei,
Ob SAP EWM, SAP MFS, SAP TM oder SAP Digital Manufacturing – IGZ realisiert Lösungen, die Standortnachteile kompensieren und neue Stärken erschließen.
Möchten Sie Ihren Standort effizienter, resilienter und digitaler gestalten?
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