LogiMAT Gipfeltreffen 2026 Warum Automatisierung allein nicht mehr ausreicht

Die LogiMAT 2026 hat einmal mehr gezeigt: Die Intralogistik steht an einem Wendepunkt. Steigende Leistungsanforderungen, volatile Märkte und zunehmende Komplexität zwingen Unternehmen dazu, ihre Strategien grundlegend zu überdenken.

Im Rahmen des Expert Forums „LogiMAT Gipfeltreffen 2026: Die Toptrends der Intralogistik“ diskutierten führende Vertreter aus Industrie und Wissenschaft über aktuelle Marktanforderungen, technologische Entwicklungen und notwendige Weichenstellungen. Mit dabei: IGZ Geschäftsführer Johann Zrenner.

Die zentrale Erkenntnis: Automatisierung bleibt entscheidend – aber sie ist längst nicht mehr ausreichend.

Automatisierung ohne Daten ist kein Wettbewerbsvorteil

Die Erwartungen an moderne Logistiksysteme steigen kontinuierlich. Geschwindigkeit, Transparenz und Flexibilität sind heute keine Differenzierungsmerkmale mehr, sondern Grundvoraussetzungen.

Johann Zrenner brachte es auf den Punkt:

„Dem können Anwender am besten mit Automatisierung begegnen. Dazu ist nicht nur Hardware erforderlich, sondern vor allem Daten. Diese müssen gut strukturiert und interpretiert werden, um nützlich zu sein“, so Zrenner während der Diskussion.

Diese Einschätzung teilten auch weitere Teilnehmer des Gipfeltreffens. Denn die Realität in vielen Unternehmen zeigt genau das:
Investitionen in Technik allein führen nicht automatisch zu Effizienzgewinnen. Erst das Zusammenspiel aus Prozessdesign, Datenqualität und Systemintegration entscheidet über den tatsächlichen Nutzen. 

Investitionssicherheit wird zum entscheidenden Faktor

Neben Effizienz rückt ein weiterer Aspekt in den Fokus: Planbarkeit in unsicheren Zeiten.

Die Diskussion machte deutlich, dass Unternehmen heute deutlich selektiver investieren.
Gefragt sind Lösungen, die:

  • mit dem Geschäft mitwachsen
  • sich flexibel anpassen lassen
  • und langfristige Investitionssicherheit bieten

Der Tenor aus Industrieperspektive:

Systeme müssen nicht nur leistungsfähig sein, sondern auch robust gegenüber Veränderungen – technologisch wie wirtschaftlich.

Skalierbarkeit ist kein Feature – sondern Voraussetzung

Skalierbarkeit wurde auf dem Gipfeltreffen nicht mehr als optionales Merkmal diskutiert, sondern als grundlegende Anforderung. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, sich auf Szenarien vorzubereiten, die heute noch nicht vollständig absehbar sind.

Die Bedeutung automatisierter Logistikprozesse wird vor dem Hintergrund einer unsicheren wirtschaftlichen Lage besonders deutlich:

„Das Einzige, was man im Augenblick mit Sicherheit sagen kann, ist, dass sich die Welt rasant verändert. Intralogistikverantwortliche tun gut daran, sich mit skalierbaren und automatisierten Lösungen darauf vorzubereiten“, so Nadine Despineux (Jungheinrich AG).

Auch Markus Schlotter (Exotec Deutschland GmbH) hob die Perspektive der Kunden hervor:

„Unternehmen brauchen Entscheidungs- und Investitionssicherheit, egal wohin sich das Geschäft entwickelt. Technologie muss immer skalierbar und schnell auf sich veränderte Bedürfnisse anpassbar sein.“

Daraus ergibt sich eine klare Konsequenz:
Starre Systeme verlieren an Relevanz. Gefragt sind modulare, anpassungsfähige Architekturen.

 

Künstliche Intelligenz: Enabler mit Grenzen

Auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz wurde intensiv diskutiert. Die Einschätzung: großem Potenzial steht eine klare Voraussetzung gegenüber.

KI entfaltet ihren Nutzen nur dann, wenn sie in funktionierende Prozesse eingebettet ist.

Prof. Dr. Johannes Fottner (TU München) mahnte:

„Künstliche Intelligenz und Co. sind Werkzeuge, die wir immer besser einsetzen können, aber die nicht unfehlbar sind. Im Fokus sollte deshalb immer der Prozess und die Frage stehen, wie man diesen verbessern kann.“

Oder anders formuliert:
Ohne stabile Prozesse optimiert KI lediglich bestehende Ineffizienzen.

Damit verschiebt sich der Fokus:
Nicht die Technologie steht im Vordergrund, sondern die Frage, welches Problem konkret gelöst werden soll.

Vom Pilotprojekt zur skalierbaren Lösung

Mit Blick auf die Zukunft waren sich die Teilnehmer einig, dass Experimentierfreude und Pilotprojekte wichtig bleiben. Entscheidend sei jedoch, erfolgreiche Ansätze konsequent zu skalieren und in den Regelbetrieb zu überführen. Nur so lasse sich nachhaltiger Nutzen erzielen und die Resilienz der Logistik langfristig stärken.

Entscheidend ist die Fähigkeit, Lösungen in den Regelbetrieb zu überführen und unter realen Bedingungen stabil zu betreiben.

IGZ-Einordnung: Integration entscheidet über den Erfolg

Aus Sicht von IGZ wird sich die Intralogistik der Zukunft an einer zentralen Frage entscheiden:

Wie gut lassen sich Prozesse, Daten und Systeme durchgängig integrieren?

Genau hier liegt in der Praxis häufig die größte Herausforderung:

  • heterogene Systemlandschaften
  • inkonsistente Daten
  • gewachsene Prozesse

IGZ verfolgt deshalb einen klaren Ansatz:
Automatisierung wird nicht isoliert gedacht, sondern konsequent aus dem Prozess und der SAP-Systemlandschaft heraus entwickelt.

Das bedeutet konkret:

  • End-to-End-Betrachtung statt Insellösungen
  • saubere Datenstrukturen als Fundament
  • skalierbare SAP-basierte Architekturen
  • Fokus auf langfristige Betriebsfähigkeit, nicht nur auf Projektimplementierung

Fazit: Technologie ist Mittel zum Zweck

Das LogiMAT Gipfeltreffen 2026 hat deutlich gemacht:
Die Intralogistik entwickelt sich weg von technologiegetriebenen Einzelinitiativen hin zu integrierten, datengetriebenen Gesamtsystemen.

Die entscheidenden Erfolgsfaktoren sind:

  • durchdachte Prozesse
  • belastbare Daten
  • skalierbare Systemarchitekturen 

Automatisierung und KI bleiben wichtige Bausteine – ihr Wert entsteht jedoch erst im richtigen Gesamtkontext.

Wie zukunftsfähig ist Ihre Intralogistik?

Sie planen die Automatisierung Ihrer Logistik oder stehen vor der Herausforderung, bestehende Systeme zu skalieren?

IGZ unterstützt Sie dabei, Prozesse, Daten und SAP-Lösungen so zu integrieren, dass nachhaltiger Nutzen entsteht – nicht nur im Projekt, sondern im laufenden Betrieb.

Sprechen Sie mit uns über Ihre Anforderungen.

 

Zum ausführlichen Bericht über das LogiMAT‑Gipfeltreffen 2026 bei LOGISTIK HEUTE.

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