SAP OEE - Werkzeug zur Steigerung der Wertschöpfung in der Produktion

IGZ SAP Manufacturing OEE

Mit SAP OEE (Overall Equipment Effectiveness, Gesamtanlageneffektivität) steht Betreibern von Produktions- und Fertigungsanlagen ein Instrument zur Verfügung, mit dessen Hilfe sie die Verfügbarkeit und Leistung von technischen Einrichtungen sowie die damit erreichte Qualitätsrate messen und auswerten können.

SAP OEE ist damit ein zentraler Grundpfeiler für Industrie 4.0, der Effektivitätsverluste von Produktionsanlagen analysiert und auf diesem Wege auch Ressourcenverschwendung und deren Auswirkungen aufzeigt. Das Instrument versetzt Betreiber in die Lage, auf Basis von OEE-Kennzahlen jederzeit fundierte Entscheidungen treffen zu können, um die unternehmenseigene Wertschöpfung auch bei wachsender Komplexität langfristig sicherzustellen.

Die automatisierte Erfassung bietet den Vorteil, dass weitere Kennzahlen wie Durchsatz, Rüstgrad oder Belegnutzgrad (Kapazität) stets in Echtzeit zur Verfügung stehen. Die Analyse nach Produktionseinheiten, einzelnen Produkten, Zeiträumen, Fehlerarten und -quellen generiert kontinuierlich Optimierungsmöglichkeiten, die den Verlust an Zeit, Leistung und Qualität nicht nur ausgleichen, sondern die Gesamtanlageneffektivität deutlich erhöhen.

  

Die OEE (Overall Equipment Effectiveness, Gesamtanlageneffektivität) einer Anlage ist als Produkt von Verfügbarkeit, Leistung und Qualität definiert:

OEE = Verfügbarkeit x Leistung x Qualität

Es ergibt sich ein Prozentwert, der angibt, zu welchem Anteil der geplanten Maschinenlaufzeit tatsächlich qualitätsgerecht produziert worden ist. 

Im Einzelnen gilt hierbei:

  • Verfügbarkeit = effektive Laufzeit / Arbeitszeit
    Der Verfügbarkeitsfaktor ist ein Maß für die Verluste durch ungeplante Anlagenstillstände. Die effektive Laufzeit ist hierbei die Summe der Zeiträume, in denen das Leitaggregat störungsfrei arbeitet. Arbeitszeit ist die Zeit, während der die Mitarbeiter für die Arbeit an der Anlage eingesetzt werden oder auch nur für die Arbeit an dieser Anlage bereitstehen.

  • Leistung = tatsächliche Ausbringung / theoretische Ausbringung
    Der Leistungsfaktor ist ein Maß für Verluste durch Abweichung von der geplanten Stückzeit, kurze Stopps (kurze Stillstände, die nicht in die Verfügbarkeit eingehen) und Leerläufen.
    Die „theoretische Ausbringung“ ist die Ausbringung, die die Maschine hätte leisten können, wenn die Maschine während der tatsächlichen Laufzeit mit maximaler Geschwindigkeit gelaufen wäre. 

  • Qualität = qualitativ einwandfreie Produkte / tatsächlich hergestellte Produkte
    Das Verhältnis zwischen der Anzahl hergestellter und der Anzahl qualitativ einwandfreier Einheiten bestimmt den „Qualitätsgrad“ und ist ein Maß für Ausschuss und Nacharbeit während der Produktion.
  • Erfassung sämtlicher Produktionsverluste und Sammlung von Daten, die über herkömmliche KPI-Standards hinausgehen.
  • SAP OEE Dashboards erfassen durchgängig relevante Produktionsdaten, wie Ausfallzeiten, Mengen, Ursachencodes usw.
  • Vordefinierte Integration zwischen SAP ERP, Produktion/Fertigung (SAP ME / SAP MII) und Analysesystem (SAP HANA).
  • Analysen und Diagramme inklusive „Drill-Down“-Funktion, welche Auskunft über die Gründe der Verluste gibt.
  • Möglichkeiten zur Anpassung der Analyseberichte an individuelle Anforderungen.
  • Möglichkeiten zur Erweiterung der Dashboards und der Analysen unter Berücksichtigung spezifischer Erfordernisse.

SAP OEE ist das zentrale Instrument zur Sicherstellung eines Optimums an Gesamtanlageneffizienz über den gesamten Lebenszyklus von Maschinen und Systemen. Es ermöglicht eine schnelle, automatisierte Datenerfassung sowie deren Auswertung. Diese Informationen werden nachvollziehbar aufbereitet, so dass Produktionsverantwortliche die Prozesse im Unternehmen adäquat steuern und sukzessive weiter verbessern können. 

  • Verfügbarkeit
    Verringerung von anlagenbedingten Stillständen und Reduzierung von Ausfallzeiten auf Grund Reinigung und Rüsten. 
  • Leistung
    Minimierung von Kurzstillständen und Leerlaufphasen sowie Realisierung einer maximalen Taktgeschwindigkeit.
  • Qualität
    Vermeidung von Qualitätsverlusten durch Eliminierung instabiler Produktionsphasen und Reduzierung der Ausschussquoten.

IGZ unterstützt bei

  • der Einrichtung und Konfiguration von SAP OEE
  • der automatisierten Datenerfassung durch direkte Maschinenanbindung

OEE als integrativer Bestandteil der IGZ Best Practice Lösungen:

  • Projektbeschleunigung durch vorgefertigten und konfigurierbaren Inhalt
  • Vorgefertigte Maschinenanbindung mittels OPC, Telegramme oder IO-Signale
  • Individuelle Konfiguration der Anlagen und Stammdaten
  • Unterstützung diverser OEE-Standards (u.a. Weihenstephaner Standard, OMAC, …)
  • Datenaggregation in Realtime ⇒ Live OEE
  • Kundenspezifische Kennzahlen
  • Umfangreiches Standard-Reporting
  • Analysen einfach erweiterbar um individuelle KPI

SAP Module Manufacturing

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Referenzen

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