SAP OEE (Overall Equipment Effectiveness) optimiert Produktionsleistungen

OEE (Overall Equipment Effectiveness, Gesamtanlageneffektivität) ist ein bekannter Indikator innerhalb des TPM-Konzeptes (Total Productive Maintenance). Als Kennzahl dient sie, um Verfügbarkeit, Leistungsgrad und Qualität in Beziehung mit dem Produktionsprozess zu ermitteln, zu überwachen und zu optimieren.
Mit Hilfe von messbaren KPIs dient das SAP ME- / MII-basierte OEE dazu, Produktionsleistungen jederzeit umfassend im Blickfeld zu haben sowie zu erkennen, wo und warum Leistungsverluste auftreten. Eine auftragsbezogene Wirtschaftlichkeitsberechnung kann durchgeführt und zielorientierte Gegenmaßnahmen können schnell und effektiv umgesetzt werden.

OEE 4.0 im Überblick
Der englische Begriff Overall Equipment Effectiveness (OEE), oder Deutsch: Gesamtanlageneffektivität (GAE), bezeichnet eine vom Japan Institute of Plant Maintenance erstellte Kennzahl. Sie ist eines der Ergebnisse im Zuge der jahrzehntelangen Entwicklung des TPM-Konzeptes (TPM: Total Productive Maintenance).

Die Overall Equipment Effectiveness (OEE) bemisst die tatsächliche Effektivität einer Anlage, indem sie die fehlerfreie Ausbringungsmenge ins Verhältnis zur maximal möglichen Menge setzt. Die OEE-Kennzahl setzt sich zusammen aus der Anlage, dem Leistungsgrad sowie dem Qualitätsgrad. OEE ist ein Maß für die Wertschöpfung einer Anlage und ermöglicht dem Betreiber einen weiteren wirtschaftlichen Blick auf technische Anlagen.


Kennzahlen, wie die OEE, Durchsatz, Rüstgrad oder Belegnutzgrad (Kapazität) stehen in der automatisierten Erfassung immer aktuell zur Verfügung.  Aus der Analyse nach Produktionseinheiten, einzelnen Produkten, Zeiträumen, Fehlerarten und -quellen ergeben sich zielorientierte Optimierungsmöglichkeiten. Die Verluste an Zeit, Leistung und Qualität reduzieren die Effektivität. Da sich diese Verlustquellen gegenseitig beeinflussen, ist eine ganzheitliche Optimierung notwendig. Zusammenfassend bietet die Erfassung der Gesamtanlageneffektivität ein ganzheitliches Instrument, welches dauerhaft die Effektivität der Anlagen überwacht und so eine schnelle, zielgerichtete Reaktion auf Verluste ermöglicht.


Ganzheitlich bedeutet hierbei, dass alle Bereiche des Unternehmens einbezogen sind. So ist zum Beispiel die Logistik für die rechtzeitige Bereitstellung und Versorgung von Rohmaterial ausschlaggebend, die Instandhaltung für den störungsfreien Betrieb der Anlagen verantwortlich und das Qualitätsmanagement für fehlerfreie Produkte zuständig.


OEE 4.0 schafft mehr Effektivität


VERFÜGBARKEIT:
Verringerung der Anlagenausfälle durch Störungen sowie Reduzierung der Wartezeiten aufgrund Rüsten und Einrichten

LEISTUNGSGRAD:
Senken der Kurzstillstände und Leerlaufphasen und Optimierung einer gleichbleibenden Taktgeschwindigkeit

QUALITÄT:
Reduzierung von instabilen Produktionsphasen sowie Verringerung der Qualitätsverluste und Ausschussquote


Verfügbarkeit

  • Online Monitoring der Gesamtanlagenverfügbarkeit
  • Detailliertes Reporting zu Verfügbarkeit, Leistung und Qualität
  • Automatische Datenerfassung und Zuordnung
  • Schaffung von Transparenz der Maschinennutzungszeiten
  • Grundlage für ganzheitliche Prozessoptimierung (TPM)
  • Umfangreiche Analyse- und Reportingfunktionen (Gesamt, Auftrag, Schicht, …)
  • Aktive Unterstützung bei Wartung und Instandhaltung (Stillstandanalysen, ABC-Störungsklassifizierung, …)
  • Ganzheitliche Erfassung und Analyse der Verlustquellen
  • Ableitung konkreter, zielgerichteter Maßnahmen
  • Überprüfung der Wirksamkeit von eingeleiteten Maßnahmen


Key Facts

  • In SAP ME (SAP Manufacturing Execution) und SAP MII (SAP Manufacturing Integration and Intelligence) einsetzbar
  • Vielzählige Live-Dashboard beinhaltet
  • Weitreichende Reports und Analysen vorhanden
  • Unterstützt globale bzw. werksübergreifende Auswertungen
  • Unterstützung diverser OEE-Standards (u.a. Weihenstephaner Standard, OMAC, …)
  • Hohe Anpassungsfähigkeit auf firmenspezifische Standards
  • Einsetzbar ohne ERP Anpassungen
  • Auftragsfeinsteuerung