Fischer Unternehmensgruppe

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EFFIZIENZSTEIGERUNG UND RATIONALISIERUNG IM DISTRIBUTIONSZENTRUM DURCH INNOVATIVE PICK-BY-LIGHT-KOMMISSIONIERLÖSUNG UND EINSATZ MOBILER FUNKSCANNER AUF DER BASIS VON SAP LES

Mit einer umfassenden IT-Innovationsoffensive entlang der Distributionskette ist die Unternehmensgruppe
fischer in eine neue Ära optimierter Lager- und Logistikprozesse gestartet. Auf der Basis von SAP Logistics Execution System (SAP LES), einer Kernkomponente von mySAP™ Supply Chain Management, wurde eine beleglose Pick-by-Light Kommissionierabwicklung sowie eine mobile Realtime-Datenerfassungslösung
realisiert, die innerhalb der Lagerwirtschaft für Geschwindigkeit und Bestandstransparenz sorgt.

  

Die Unternehmensgruppe fischer gilt als eine der großen Ideenfabriken. Tausende von Einzelerfindungen und Schutzrechten unterstreichen die enorme Innovationskraft des Unternehmens, das in der kleinen Schwarzwaldgemeinde Waldachtal seinen Stammsitz hat. Das Produktprogramm umfasst drei Kompetenz- und Unternehmensbereiche: Befestigungssysteme, Automotive Systems und Baukastensysteme. Die Gruppe beschäftigt Mitarbeiter in weltweit 22 Auslandsgesellschaften in 17 Ländern. 

Dynamisches Wachstum, neue Märkte und ein diversifiziertes Produktprogramm stellten das Unternehmen in den vergangenen Jahren zunehmend vor große organisatorische Herausforderungen.
„Auch das  Kundenverhalten hat sich verändert“, berichtet der Leiter Logistiksysteme/Projekte.
„Viele Kunden bestellen spätmöglichst in kleinen Mengen und mit kürzester Lieferzeit. Das führte zu einer drastischen Erhöhung der Sendungsanzahlen, die mit den bislang genutzten Altsystemen nicht mehr zu bewältigen waren.“ Zu viele Schnittstellen und Medienbrüche, zuwenig Bestandstransparenz und Flexibilität, lautete das Fazit der Verantwortlichen.

fischer entschloss sich zu einer gründlichen Reorganisation der Lagerlogistik. Am Standort Tumlingen/Waldachtal entstand im Rahmen der Neukonzeption der Lagerlogistik für den Unternehmensbereich Befestigungssysteme ein leistungsfähiges Distributionszentrum, das in Bezug auf Modernität und Flexibilität keine Wünsche offen lässt. Im Zuge der Konsolidierung der vorhandenen Informationssysteme implementierte fischer die Lösung SAP Logistics Execution System (SAP LES) in der Lagerwirtschaft im Logistikzentrum Tumlingen und an weiteren Standorten. Vom Projektbeginn bis zum Produktivstart der ersten Phase vergingen nur gut sechs Monate.

Externe Unterstützung leistete das Logistik- und SAP Projekthaus IGZ aus Falkenberg, „SAP Special Expertise Partner“ für LES-Implementierungen. IGZ begann mit der umfassenden Analyse des Ist-Zustandes und der Darstellung der Optimierungspotenziale. Es folgten die Erstellung der Funktionsspezifikation mit Sollprozessen, eine SAPMachbarkeitsprüfung und das Prototyping mit SAP LES (SAP Logistics Execution System), die Datenmigration von den Altsystemen auf SAP R/3 sowie ausführliche Tests und Probebetriebe.

Seit dem Go Live der Phase I haben sich die Prozessabläufe in der operativen Logistik bei fischer grundlegend positiv verändert. Als erste Einheit ging das Vollpaletten-Reservelager mit über 8.500 Palettenplätzen und rund 500 Palettenbewegungen pro Schicht produktiv. Eingehende Paletten aus der Produktion bzw. Handelswaren werden als Handling Units per Handheld-Funkterminals mit integrierten Scannern erfasst.

Der Datenaustausch mit dem zentralen Backendsystem SAP R/3 erfolgt in Echtzeit per Funk über SAP Console. Im Reserve-Hochregallager werden die Paletten bei Abnahme vom Palettenfördersystem von den Staplerfahrern erneut per Scanner erfasst. Nach Einlesen des Barcodes erscheint der Einlagerauftrag mit Zielangabe für die betreffende Palette auf dem Staplerterminal des Mitarbeiters. Durch Scannen des angesteuerten Lagerplatz-Barcodes wird der Transportauftrag abgeschlossen und die Ware ist sofort in der SAP Bestandsführung verfügbar. Das sichert nicht nur die notwendige Bestandstransparenz, sondern reduziert gleichzeitig die Prozesskosten durch Synchronität von Material- und Datenfluss.

Eine ausgefeilte Doppelspiel-Strategie im Sinne einer Wege-Optimierung gewährleistet noch mehr Effizienz beim Warenumschlag:
Nach Quittierung der Einlagerung wird dem Staplerfahrer der dringendste Auslagerauftrag per Terminal zugeteilt. Durch Scannen des Entnahmeortes wird dieser innerhalb des Systems sofort frei für neue Einlagerungen. Die Verbuchung der betreffenden Palette erfolgt nach der Barcode-Erfassung des Zielortes. Bei der Abwicklung von kleinen Liefermengen greift die beleglose Pick&Pack-Kommissionierung direkt in Versandkartons in der mit SAP LES (SAP Logistics Execution System) gesteuerten Pick-to-Light Kommissionieranlage, ergänzt durch effizientes Multi-Order-Picking per Datenfunk/SAPConsole. Über das SAP Express-Cockpit werden im GDC Tumlingen täglich bis zu ca. 1.200 Pakete – Tendenz steigend – gewogen, etikettiert und mit ausgewählten
Transport- und Paketdienstleistern schnellstmöglich auf den Weg gebracht. Die Stationen des Transportweges lassen sich mittels der integrierten Track&Trace-Funktion online verfolgen und sichern die jederzeitige Auskunftsbereitschaft gegenüber den Kunden.

„Durch die beleglose Steuerung des Warenflusses hat sich die Produktivität der beteiligten Mitarbeiter gesteigert, denn sie sind von vielen manuellen Tätigkeiten befreit und gewinnen Freiraum für
mehrwertorientierte Aufgaben“, erklärt fischer.

Nach der erfolgreichen Restrukturierung der Lagerprozesse will man bei fischer das Tor zum E-Business künftig weit öffnen und Kunden, Lieferanten und Dienstleister via Internet in die Geschäftsprozesse
integrieren.

„Die Lösung SAP Logistics Execution System ist ein innovativer Baustein unserer gesamtheitlichen IT-Strategie, die letztlich nur ein Ziel hat: eine optimale Kundenversorgung.“

Leitung Logistiksysteme/Projekte Unternehmensgruppe fischer


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