SAP steuert modernstes Fashion-Distributionszentrum Europas

Im Mai 2009 nahm die HUGO BOSS AG ihr neues Logistikzentrum für die Hängewarendistribution in Metzingen erfolgreich in Betrieb. Um die Logistikprozesse optimal in die vorhandene SAP IT-Landschaft zu integrieren, setzt HUGO BOSS für die Verwaltung und Steuerung auch im neuen Hängewaren-Distributionszentrum konsequent auf SAP Standardsoftware. Ein ausgefeiltes Logistikkonzept trifft auf die SAP Branchenlösung AFS.

HWL

Über fünf Geschossebenen hinweg bietet das hoch automatisierte Hängewarenlager (HWL) 110.000 Quadratmeter Gesamtnutzfläche und vielfältige Prozesse. Ein Beispiel: In Abhängigkeit von Form, Farbe und Style der Teile berechnet SAP anhand der Dicke jedes einzelnen Kleidungsstücks dynamisch die Zusammensetzung der im Distributionszentrum bewegten Transporteinheiten. Diese werden in SAP LES (SAP Logistics Execution System) anhand anspruchsvoller Sortieralgorithmen gebildet.

„Ein notwendiger Schritt nach der Kommissionierung, um die automatischen Sorter effizient auslasten zu können", verdeutlicht Ralf Schneider, Direktor Logistik bei HUGO BOSS, die Bedeutung der umfassenden SAP Distributionslösung.

Die Hängeware wird vollständig automatisiert vereinnahmt und ohne manuelle Eingriffe in SAP verbucht. Zur eindeutigen Identifikation und für ein lückenloses Inhouse-Tracking greift HUGO BOSS hierbei auf RFID-Transponder und 2D-Barcodes zurück. Auch in der Kommissionierung lenkt SAP alle Prozesse: Die Mitarbeiter werden von der mobilen Datenerfassung auf Basis SAP ITSmobile mit benutzerfreundlichen Grafik-Frontends geführt. Nach dem anschließenden, zweistufigen Sortierverfahren werden die Teile in die korrekte Versandsequenz gebracht. Die in SAP TRM (SAP Task and Resource Management) integrierte Materialflusssteuerung stellt sicher, dass die gebildete Teile-Reihenfolgen bis in die vorgegebenen Versandbahnen beibehalten wird. Auch im Value-Added-Services Bereich organisiert SAP LES (SAP Logistics Execution System) alle Prozesse. Die Anweisung zur Anbringung der Preis-, Sicherheits-Tags und beispielsweise auch länderspezifischen Etiketten erzeugt SAP.

So hält SAP vom Wareneingang bis hin zur Warenversiegelung durch Eintüten jedes Kleidungsstücks, aber auch im Zoll- und Verladepuffer sowie in der Packerei für den Versand via Paketdienstleister alle „Fäden in der Hand". In Summe zeichnet sich die von HUGO BOSS und durch Miebach Logistik unterstützt geplante Gesamtanlage durch vielschichtige intralogistische Inhouse-Prozesse ab, die vollständig in SAP abgebildet wurden.

„Für HUGO BOSS ist ein Höchstmaß an logistischer Gesamteffizienz essentiell, die wir in Verbindung mit einer leistungsfähigen Logistik-IT schaffen", argumentiert Ralf Schneider. So nutzt HUGO BOSS zur Anbindung der Siemens S7-Steuerungen die in SAP integrierte Materialflusskomponente TRM (SAP Task and Resource Management). Ein separater Materialflussrechner wurde nicht benötigt und HUGO BOSS verzichtet zur Anbindung der unterlagerten Steuerungsebene auf Middleware. „Das von uns gewählte Logistikkonzept erfüllt die gestellten Anforderungen zu hundert Prozent", resümiert Ralf Schneider nach erfolgreicher Inbetriebnahme.

Als SAP Projektpartner entschied sich HUGO BOSS aufgrund überzeugender Referenzen für das SAP Logistik-Projekthaus IGZ Logistics + IT, Falkenberg.

SAP Projektpartner

„In IGZ fanden wir den Partner, der aufgrund des jahrelangen und sehr spezifischen SAP und Logistik-Know-hows diese anspruchsvollen Logistikanforderungen in SAP abbilden konnte."

Ralf Schneider, Direktor Logistik, HUGO BOSS AG


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