Erfolgreiche Software aus der Scheune: Mehr als nur Bits und Bytes - Family and Friends Day bei IGZ

IGZ Geschäftsleitung
Johann Zrenner (li.) und Wolfgang Gropengießer

Presseartikel aus der Rundschau vom 24.08.2017 (Udo Fürst):

Die Firma IGZ in Falkenberg schrieb in den vergangenen 18 Jahren Geschichte im Bereich logistische Informationssysteme.
Die Geschichte der Ingenieurgesellschaft für logistische Informationssysteme mbH (IGZ) ist zwar mit der von Bill Gates' Softwareunternehmen Microsoft nicht unbedingt zu vergleichen, doch bemerkenswert ist sie allemal. Wählte Gates eine Garage, so entwickelte sich die von Johann Zrenner und Wolfgang Gropengießer gegründete Softwarefirma aus einer früher landwirtschaftlich genutzten und umgebauten Scheune heraus zu einem der führenden Unternehmen im Bereich logistische Informationssysteme. Mehr als 300 Mitarbeiter an den Standorten Falkenberg (270) und Erbendorf (60) entwickeln Systeme von SAP Standardsoftware für die Steuerung von Produktion und Logistik und realisieren automatisierte Anlagen für Logistikzentren.
  

Eine Erfolgsstory

Die Erfolgsstory begann 1999, als die Brüder Johann Zrenner und Wolfgang Gropengießer in der Scheune des elterlichen Anwesens in Falkenberg, die zum Bürogebäude umgebaut wurde, in die Selbstständigkeit starteten. Der Mitarbeiterstamm wuchs recht schnell, die Softwarescheune wurde zu klein und der erste Neubau folgte. Nach drei Bauabschnitten 2005, 2010 und 2015 arbeitet IGZ heute auf mehr als 72.000 Quadratmetern Nutzfläche in außergewöhnlichen, Softwarescheunen genannten Firmengebäuden am Rand der 950-Seelen-Gemeinde. Seit 2012 gehört die IGZ – Automation in Erbendorf zum Unternehmen und erweitert das Leistungsspektrum der IGZ um Steuerungstechnik und Generalunternehmerabwicklungen für komplette Logistikzentren. „Die nördliche Oberpfalz ist genau der richtige Standort für uns“, betont Wolfgang Gropengießer und schwärmt von den Möglichkeiten hier. „Bei uns hat man eine Lebensqualität, die man der in Ballungsräumen überhaupt nicht zu vergleichen ist.“

Diese Vorzüge schätzten auch immer mehr Menschen, weshalb die Firma auch wenig Probleme habe, Fachkräfte zu generieren. „Wir stellen einen Run auf die ländliche Region und insbesondere auf den Landkreis Tirschenreuth fest. Wir müssen uns hier nicht mehr verstecken, im Gegenteil.“ Entgegen komme IGZ die enge Zusammenarbeit mit der EDV-Schule Wiesau, der OTH Amberg-Weiden und weiteren regionalen Bildungseinrichtungen. Als „Erfolgsmodell für beide Seiten“ bezeichnet Gropengießer das und betont, dass fast alle Beschäftigten aus der näheren Umgebung kämen.

Man rekrutiere viele Fachkräfte direkt von den Schulen oder bilde selbst aus: Etwa 20 Lehrlinge im Jahr meist in der Sparte Fach- und Wirtschaftsinformatik sowie Elektrotechnik. Unabhängig davon baue man auch auf erfahrene Mitarbeiter. Es sei auch kein Problem, im Jahr 20 bis 30 Akademiker zu finden, überwiegend von den Hochschulen Weiden, Regensburg, Hof und Bayreuth. Apropos Mitarbeiter: Auch hier gilt IGZ als Vorzeigebetrieb, bietet in seiner Software-Scheune beste Arbeitsbedingungen. Für das leibliche Wohl sorgt das zertifizierte Gourmet-Betriebsrestaurant mit Front-Cooking und vielfältigem Angebot.
  

IGZ Softwarescheunen
Das Softwarescheune genannte futuristische Firmengebäude in Falkenberg.

Beste Bedingungen  

Auch die firmeninterne Weiterbildung ist bei IGZ ein ganz großes Thema. Nicht nur dafür kreiert die Belegschaft ein Jahresleitmotto. Die Arbeitsplätze sind flexibel und projektbezogen ausgerichtet: In Falkenberg verteilen sich die Beschäftigten auf mehr als 30 Projektteams mit je drei bis acht Mitarbeitern. „Die direkte Kommunikation ist elementar wichtig“, erläutert der Geschäftsführer.  

Kürzlich öffnete IGZ seine Tore für die Angerhörigen und Freunde seiner Mitarbeiter. „Family und Friends-Day hieß der Tag mit Blasmusik und Bratwürsten im IGZ-Festzelt. Dazu gab es gesunde Schmankerl im Firmenrestaurant und die Gäste konnten sich bei einem Rundgang darüber informieren, was das Unternehmen und seine Beschäftigten eigentlich genau machen. Den Besuchern wurden Projektbeispiele aus unterschiedlichsten Branchen vorgestellt und erläutert. Die IGZ-Fachleute gewährten Einblicke in ihre Projektarbeit wie beispielsweise die SAP-Einführung beim Logistikzentrum der Conrad-Electronic in Wernberg oder beim Reifenhersteller Continental sowie Generalunternehmer-Projekte inklusive Lagerneubau bei ZF in Passau und Hamm in Tirschenreuth.

Informieren konnte man sich ferner über die Arbeits- und Karrieremöglichkeiten bei IGZ. „IGZ deckt alle Phasen eines SAP-Projekts ab. Dies umfasst im ersten Schritt die Strategieberatung sowie die Anlagen- und Prozessplanung. Im zweiten Schritt erfolgt die SAP Softwareimplementierung und reibungslose Integration der Steuerungs- und Anlagentechnik jeglicher Art mit SAP Standardsoftware bis zum anschließenden Service/Support – alle Schlüsselkompetenzen für SAP-Projekte befinden sich bei IGZ unter einem Dach“, erklärt Gropengießer.

Bereits dreimal war IGZ, das auch Büros in der Schweiz und in Österreich unterhält, unter „Bayerns Best 50 Unternehmen“. „Auszeichnungen sind zwar nicht alles, aber sie motivieren ungemein und sind uns Ansporn, immer weiterzumachen“, betont der Geschäftsführer. Deshalb sehe er die Entwicklung der Firma auch noch lange nicht am Ende der Fahnenstange. „Wir wachsen gesund weiter und wollen unsere Marktposition als Nummer eins auf unserem Gebiet festigen.“


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